Nachhaltige Imkerei

Nachhaltige Schulimkerei – Qualifizierung von Schülern und Lehrern sowie Erprobung innovativer Methoden der Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) in Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen

„Wenn die Biene stirbt – stirbt auch der Mensch“. Mit dem Projekt „Nachhaltige Schulimkerei – Qualifizierung von Schülern und Lehrern sowie Erprobung innovativer Methoden der Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) in Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen“ soll an den BBS Meppen den Schülerinnen und Schülern das Bewusstsein für die Natur im Allgemeinen und für die Bienen (Imkerei) im Besonderen verstärkt und gefördert werden. In einer landwirtschaftlich geprägten Region wie das Emsland kommt der Bewusstwerdung von Natur und die damit verbundene Verantwortung eine besondere Rolle zu. Häufig wird der ökonomische Nutzen in den Vordergrund gestellt und die ökologische Verpflichtung nimmt eine nebengeordnete Position ein. Monokultur und Spezialisierung nehmen im Emsland immer weiter zu. Darum ist es uns wichtig, das Projekt möglichst breit gefächert anzulegen, sodass einer großen Schülerzahl der Zugang ermöglicht wird.

Das Projekt gliedert sich in zwei Bereiche. In dem ersten Bereich werden imkerliche Grundkenntnisse gemäß der Vorgaben des Deutschen Imkerbundes vermittelt und praktisch umgesetzt.Bereits vor der Projektbeantragung wurden ansässige Imkervereine angesprochen, um eine Zusammenarbeit anzuregen. So wird u. a. der oben genannte Unterricht von Hermann Hüsers, Imkermeister und Vorsitzender des Fördervereins „Imme Bourtangermoor“, übernommen. Nach erfolgreicher Teilnahme erhalten die Schülerinnen und Schüler ein Honigzertifikat und eine Urkunde. Zudem wird die Teilnahme auf dem Zeugnis bescheinigt.
In dem zweiten Bereich findet die Verankerung auf verschiedenen Ebenen im Unterricht statt. So soll im landwirtschaftlichen Bereich die Einbettung in einem Lerngebiet erfolgen, um für die oben genannten Probleme zu sensibilisieren. Weiterhin ist mit dem Bienenstand die Möglichkeit gegeben, den Biologieunterricht handlungsorientiert einzubetten. Denkbar wäre hier auch, dass die Schülerinnen und Schüler, die die imkerlichen Grundkenntnisse erworben haben, als Experten den anderen Schülern ihr Wissen vermitteln.

Zudem erfolgt eine Einbettung im Beruflichen Gymnasium. Hier wird in der Einführungsphase im Unterrichtsfach Betriebs- und Volkswirtschaftslehre die Gründung eines Unternehmens unterrichtet. Im Sinne der Handlungsorientierung wird eine Schülerfirma gegründet, die den Verkauf des Honigs übernimmt.

Weiterhin erfolgt auch die Einbettung in den hauswirtschaftlichen Unterricht. Im Fokus steht hier die Verwendung von Honig bei der Zubereitung von Speisen und die Veredelung von Honig (Honig mit Gewürzen) stehen. Genauso ist die Einbettung im Fachbereich Holztechnik möglich. Im Sinne der Nachhaltigkeit ist langfristig geplant die Beuten und weitere Materialien (Ablegerkasten, Schwarmkiste, usw.) von den Tischlern bauen zu lassen.

Die Erkennung von Bienenkrankheiten

Die Erkennung von Bienenkrankheiten

Die theoretische Ausbildung wird immer auch mit der praktischen Arbeit am Bienenstandort verbunden. Dies beginnt mit dem Umsetzen der ersten gekauften Bienenvölker in die eigenen Beuten. Danach geht es um die laufende Kontrolle der Völker. Am Ende des Bienenjahres folgt dann die Entnahme der Honigwaben und das Schleudern des Honigs im Honigraum. Im September und Oktober geht es dann vor allem darum, die Bienen für den Winter fit zu machen.

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